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01. März 2010

Bestimmung der natürlichen Überschwemmungsgrenzen für 21 Gewässer im Bereich der Landkreise Celle, Heidekreis, Verden und der Stadt Celle

Im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Betriebsstelle Verden, ermitteln wir für 21 Gewässer die natürlichen Überschwemmungsgrenzen bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100). Insgesamt werden etwa 160 Gewässer-km mit rund 270 Querbauwerken bearbeitet.

Bei diesem Projekt erfolgen die Berechnungen ausnahmslos mit zweidimensionalen Strömungsmodellen (HYDRO_AS-2D). Im Gegensatz zu eindimensionalen Modellen können hier Ausuferungen in Vorländer, Rückströmungen, das Fließverhalten bei Einengungen und Aufweitungen, Querströmungen etc. detailliert ermittelt werden. Für den Aufbau der Modell werden in regelmäßigem Abstand Flussprofile und Querbauwerke vermessen. Aus diesen Profilen lässt sich ein dreidimensionaler Flussschlauch erstellen. Dieser wird mit Daten eines Digitalen Geländemodells (DGM, wenn vorhanden Scannerdaten) und Vermessungsdaten von Straßen, Vorflutern und Verwallungen im Bereich der Vorländer ergänzt. In dem so entstandenen 3D-Modell der voraussichtlich hochwassergefährdeten Fläche werden anschließend verschiedene Parameter wie Rauheiten definiert, die die Abflusseigenschaften des Hochwassers beeinflussen. Um die Flächen gleicher Landnutzung und damit ähnlicher Eigenschaften zu identifizieren werden Karten und Luftbilder ausgewertet.

Mit den so erstellten Modellen werden die Berechnungen mit HYDRO_AS-2D durchgeführt. Im Ergebnis werden Übersichtskarten sowie Lagepläne (1 : 5.000) und Tiefenkarten (1 : 5.000) erstellt. Hier beispielhaft ein Ausschnitt aus einer Tiefenkarte:

SFA2

Außerdem fertigen wir Längsschnitte der Gewässer an, in denen Uferlinien, Gewässersohle, Wasserstand, Abflüsse, Bauwerksdaten und zur Orientierung Ortschaften eingetragen sind. Mit Hilfe der Karten und Längsschnitte lässt sich schnell ein Eindruck der Hochwassersituation gewinnen. Zusätzlich wird die Vorgehensweise, in die Berechnung eingeflossene Daten und die Ergebnisse schriftlich in einem Erläuterungsbericht festgehalten.

Die ermittelten Gebiete werden zur Benehmensherstellung an die entsprechenden Landkreise übergeben. Nachdem das Benehmen hergestellt wurde, werden die Gebiete durch Veröffentlichung vorläufig gesichert.

Letzte Änderung am 28. Januar 2015
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