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19. Februar 2015

Flussgebietsmanagement 2.0 - Bilanz und Ausblick

Datum: 19.02.2015
Ort: Hannover
Veranstalter: GRÜNE LIGA e.V., NABU, BUND
Teilnehmer: Dipl.-Ing. Carsten Schwitalla
Beschreibung:     Auftaktveranstaltung zur Beteiligung von Umweltverbänden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern an den Entwürfen für Bewirtschaftungsplanung und Hochwasserrisikomanagement in den Flussgebieten Deutschlands.

 

Naturnahe Flüsse, Auen und Gewässer in Deutschland – mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie waren hierfür große Erwartungen verbunden, und das Jahr 2015 ist die ursprüngliche Ziellinie für das Erreichen des „guten Zustands“ in Flüssen, Bächen, Seen, Küsten- und Übergangsgewässern und im Grundwasser. Wie sieht die Bilanz zur Zielerreichung 2015 aus? Trotz großer Anstrengungen der Wasserwirtschaftsverwaltungen und zahlreicher erfolgreicher Maßnahmen scheinen Ausnahmen und Fristverlängerungen bis 2027 die Regel zu sein. Die Integration des Gewässerschutzes in andere Politikfelder ist bislang nur unzureichend gelungen, bei der Landwirtschaftspolitik ist sie weitestgehend gescheitert.


Mit den Ende 2014 veröffentlichten Entwürfen für Bewirtschaftungspläne, Maßnahmenprogramme und Hochwasserrisikomanagement wird nun der zweite Bewirtschaftungszeitraum von 2015 bis 2021 vorbereitet:

Was lassen die Planentwürfe für den Gewässerschutz und die Entwicklung naturnaher Flüsse, Auen und Gewässer erwarten? Wie gelingt die Kopplung mit dem Hochwasserrisikomanagement?


Auf dem Seminar möchten wir folgende Aspekte diskutieren:
- Zielvorstellungen für Gewässer und Auen in Deutschland
- Wasserrahmenrichtlinie und NATURA2000-Umsetzung
- Gute Beispiele zu Gewässerentwicklung und Hochwasserrisikomanagement
- Bundeswasserstraßen – neue Kategorisierung als Chance?
- Erste Einschätzungen zu den Planentwürfen aus verschiedenen Flussgebieten und Bundesländern
- Schwerpunktthemen für Verbändebeteiligung und Stellungnahmen
- Aufruf zu „Aktionen am Fluss 2015“, zum Europäischen Flussbadetag und zur „Big Jump Challenge 2015“

Die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme nach WRRL werden für alle Flussgebiete Deutschlands erarbeitet, und zwar auf drei Ebenen: international abgestimmte Pläne (A-Ebene, internationale Flussgebietskommissionen), zwischen den Bundesländern abgestimmte Pläne (B-Ebene, Flussgebietsgemeinschaften), und auf Landesebene erstellte Pläne (C-Ebene). Die Entwürfe für die Pläne und Maßnahmenprogramme liegen seit dem 22. Dezember 2014 öffentlich aus, Stellungnahmen können i.d.R. bis zum 22. Juni 2015 abgegeben werden.

http://wrrl-info.de/site.php4?navione=angebote&navitwo=seminare&content=seminar45

Letzte Änderung am 09. April 2015